Englisch

“Wozu Englisch? Ich fahre doch sowieso nicht ins Ausland…”

Wenn Ihr darauf wetten müsstet, würdet Ihr dann trotzdem noch sagen, dass Ihr nie ins Ausland fahren werdet? Die Wette steht, und ich möchte hier eine Lanze für den Englischunterricht brechen, auch deswegen, weil Ihr English in Eurem weiteren Werdegang brauchen werdet, nicht nur im Urlaub:

Englisch wird an der StS Stübenhofer Weg als erste Fremdsprache unterrichtet. Englisch zählt neben Deutsch und Mathematik zu den Hauptfächern und ist darüber hinaus ein Prüfungsfach, sowohl beim Erwerb des Ersten Allgemeinbildenden Abschlusses (ESA) als auch des Mittleren Schulabschlusses (MSA) in den Jahrgängen 9 bzw. 10. In den Jahrgängen 11 bis 13 ist Englisch ein fester Bestandteil der Stundentafel und bleibt weiterhin ein zentrales Prüfungsfach im Abitur. Damit wird der Tatsache Rechnung getragen, dass in einem zusammenwachsenden Europa der Erwerb von Fremdsprachen sowie die interkulturelle Handlungsfähigkeit die Lebenswirklichkeit mehr und mehr prägen.

Im Mittelpunkt des Fremdsprachenunterrichts der Jahrgänge 5 bis 10 steht die konzeptionelle Arbeit mit dem Lehrwerk Portobello Road, die je nach Interessen und Leistungen der einzelnen Klassen durch altersgemäße englischsprachige Lektüren, Musik, Filme und Hörbücher ergänzt wird. In der Oberstufe arbeiten die Schülerinnen und Schüler mit dem Lehrwerk Straight On. Schülerorientiertes Begleitmaterial in Wort und Ton regt zu arbeitsintensiven Übungsphasen an, in denen neu eingeführte Inhalte wiederholt, vertieft und weitergedacht werden.

Der Englischunterricht ist handlungs- und prozessorientiert. Die Schülerinnen und Schüler werden mittels kleiner Sketche, aber auch größerer Bühnenauftritte, dazu befähigt, sich in englischer Sprache auszudrücken. Sie lernen, spielerisch Bedürfnisse und Abneigungen zu formulieren, Chats und Threads zu verfassen oder den neuesten Song von Rihanna auf dem alljährlich stattfindenden Winterfest zum Besten zu geben. Weitere wesentliche Aspekte des Englischunterrichts sind die Förderung interkultureller Kompetenz als Voraussetzung für eine reale Begegnung und die Fähigkeit, die zu erwerbenden bzw. die bereits erworbenen Kenntnisse im Alltag anzuwenden. Auf der Grundlage eines authentisch-anschaulichen Englischunterrichts sollen den Schülerinnen und Schülern in ihrem Alltag Steine aus dem Weg geräumt werden, indem wir, die Fachkolleginnen und -kollegen, ihnen beibringen, englischsprachige Werbung im Internet oder auf Litfaßsäulen zu verstehen, mit Anglizismen wohl wissend umzugehen oder ein Telefongespräch auf Englisch perspektivisch in ihrem 2. Ausbildungsjahr zu führen. Landeskundliche Themen bleiben dabei natürlich auch nicht unberücksichtigt. Der Englischunterricht ist auf eine ganzheitliche Vermittlung von Sprach- sowie Methodenkompetenz ausgerichtet.

Aufgrund der großen Heterogenität unserer Schülerklientel erteilen wir einen differenzierten und individualisierten Englischunterricht. Zunehmend eigenverantwortliches Lernen auf der Grundlage von Workplans oder Lernjobs soll die Schülerinnen und Schüler entsprechend ihrer Voraussetzungen und Neigungen sowie Fähigkeiten fördern, gleichermaßen allerdings auch fordern. Diese Übungsstunden sind fest im Stundenplan verankert. Selbstkontrolle und –evaluation gehören ebenso dazu wie das Festlegen eigener Ziele. Die Leistungsdifferenzierung erfolgt in Form der Binnendifferenzierung in den Jahrgangsstufen 5 bis 6, in Form der äußeren Fachleistungsdifferenzierung in den Jahrgangsstufen 7 bis 10, d. h. dass in den Jahrgangsstufen 5 bis 6 der Englischunterricht im Klassenverband unter Berücksichtigung der individuellen Kompetenzentwicklung des einzelnen Lernenden stattfindet und in der Fachleistungsdifferenzierung der Jahrgangsstufen 7 bis 10 auf zwei unterschiedlichen Anforderungsniveaus unterrichtet wird: auf dem Grundniveau (G-Niveau) und auf dem Erweiterungsniveau (E-Niveau). In der Oberstufe wird bei den sprachlichen- und textanalytischen Kompetenzen zwischen einem grundlegenden bzw. einem erhöhten Anforderungsniveau unterschieden.

Um Land und Leute kennenzulernen und Gelerntes anzuwenden und auf englischsprachigem Boden zu perfektionieren, findet regelmäßig einmal im Jahr mit Schülerinnen und Schülern aus den Jahrgängen 8 bis 10 eine beliebte Sprachreise nach Eastbourne, Südengland, statt. Auf eine kreative, landestypische Bewerbung folgen 5 ereignisreiche und eindrucksvolle Auslandstage, in denen die Schülerinnen und Schüler in Gastfamilien untergebracht sind und tagsüber organisierte Tagestouren in und um London absolvieren. Zudem stehen dem Fachbereich Muttersprachler als Teaching Assistants zur Verfügung. Diese bieten additiv Konversationskurse an und begleiten die Schülerinnen und Schüler. Ebenso tragen die moderne Ausstattung der Klassenräume, welche mit neuen interaktiven Whiteboards, den Smart Boards, versehen sind, sowie internetfähige Laptops mitsamt ergänzender Lernsoftware zu einem abwechslungsreichen und motivationsförderlichen Englischunterricht am Stübi bei.

Ludwig Wittgenstein (österreichischer Philosoph, 1889 – 1951) schrieb einmal so treffend:

“The limit of my language means the limit of my world.”

Lassen wir doch die Grenzen der Welt unendlich sein. Englisch öffnet Türen, Gespräche und Freundschaften mit Menschen weltweit.
Ich gehe jede Wette ein, dass Ihr, liebe Schülerinnen und Schüler, doch einmal weit weg ins Ausland fahren werdet, von Neuseeland, Australien, über Afrika, bis in die USA und nach Südamerika hinein. Eure Eintrittskarte in die Welt wird immer Englisch sein.